Die Trennung ”Adieu Berlin”

Nun ist es so weit…es wird ernst!!!

Fuck wir machen es wirklich! Warum? Wieso? Wirklich? Nein!!! AAAHHHHHHHH!!!!!

Ohhh Gott ihr könnt es euch gar nicht vorstellen wie es momentan in unseren Köpfen aussieht! Ein Heiden durcheinander. Gedanken die nicht zu greifen sind, Gefühle die einen überhäufen.

Anstatt uns auf den Abschied zu konzentrieren schwirren unsere Gedanken um die letzten Aufgaben in unserer Wohnung. ”Haben wir auch wirklich alles? Haben wir nichts vergessen? Ist das wirklich nötig es mit zu nehmen, oder können wir es hier in Berlin lassen?”

Schauen wir ein paar Wochen zurück, haben wir es tatsächlich noch geschafft relativ viel von unseren Hab und Gut zu verkaufen. Somit ist einiges Geld zusammen gekommen und wir konnten uns tatsächlich unsere Ausrüstung kaufen. Nun sind wir wirklich an einem Punkt angekommen wo wir sagen können alles zu haben was wir brauchen für die Reise. Ein leben im Minimalismus ein Leben voller Fülle mit dem was wir wirklich brauchen. Es ist ein tolles Gefühl  zu wissen das wir nun mit unseren Rucksäcken auf dem Rücken einfach los gehen können in Richtung Freiheit.

Aber jetzt kommt der Hammer!!!

Nachdem wir schon drei Tonnen voll mit Müllsäcken gefüllt hatten (Papiere, CDs, kaputte Schränke, defekte Geräte usw.) hatten wir tatsächlich immer noch einen ganzen Sprinter voll mit Müll! Woher kommt das alles??? Hatten wir das nie gesehen???  Wo zum Teufel war das alles verstaut gewesen?

Nachdem wir den Sprinter am Recyclinghof ausgeladen hatten und wieder zurück in die Wohnung kamen war er da….Der erste Moment der Wahrheit!

”Scheiße es ist alles so leer! Warum ist das alles Fucking nochmal so leer?” XD

Jetzt wurde uns bewusst was wir getan haben. Die Trennung von unserem Ballast ist vollbracht.  Die Reise gestartet obwohl wir noch in Berlin waren. Es gab uns das Gefühl, dass es alles voran ging und der Tag der Abreise immer näher kam. Ein unheimliches Gefühl, weil es uns traurig und gleichzeitig glücklich machte!

Ein paar Tage später war es dann so weit der Tag der Abreise war gekommen! Unser Vater kam um 6 Uhr in der Früh in Berlin an und trank erstmal einen Kaffee. Der arme hatte gerade eine ganze Arbeitsschicht hinter sich und ist trotzdem von Dortmund nach Berlin gefahren um uns abzuholen. Vadda vielen Dank dafür!!! ????

Auch wir hatten gerade mal eine Stunde geschlafen und das spürten wir auch! Keine Kraft und trotzdem Kräftig. Keine Gedanken und trotzdem funktionierten wir.

Jetzt ging es wirklich los. Wir packten unsere Rücksäcke plus ein paar Erinnerungsstücke in den Wagen und gingen nochmals alles durch.

Nachdem wir uns einigermaßen sicher waren alles zu haben, gingen wir eine Etage höher zu unserer Nachbarin. Sie war so nett und nahm unsere Schlüssel um sie dem Vermieter zu überreichen. Wir standen in Tränen vor ihr, weil wir sie wirklich vermissen würden und nun die Stunde der Wahrheit gekommen war. Wir redeten noch ein letztes mal mit ihr über unsere Gedanken und bekamen von ihr viel positive Energie und ermunternde Worte mit auf dem Weg.

Nachdem wir ihr die Schlüssel gaben gingen wir ein letztes Mal in unsere Wohnung. Wir nahmen uns an die Hand und schauten uns tief in die Augen. Uns schossen Tränen über die Wangen und wir spürten beide, dass wir los lassen mussten. Diese Verbindung, diese Erlebnisse, welche wir mit dieser Wohnung verbanden waren nun ein Teil unsere Vergangenheit. Ein letzter Blick ein letztes aufkommendes Gefühl von Geborgenheit, Trauer, Verzweiflung und Liebe schoss durch unsere Herzen. Wir schauten uns an und wussten das wir bereit waren. Bereit für ein neues Leben, stark, aufrecht und zu allem bereit.

Hier standen wir nun. Ein neues wir, ein neues Leben. ”Adieu Berlin”

Stay Tuned, Seit anDers

Ille & Ahmet

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.